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Fachwerkhaus Burgstr. 28

Vom Gebäude Burgstraße ist nicht sehr viel bekannt. Nur der Fachwerkkenner kann an der Fassade ablesen, dass das Haus schon sehr alt ist. Das ursprünglich über die beiden ersten Geschosse als Ständerbau errichtete Fachwerkhaus hatte nur ein auskragendes Geschoß, die Auskragung wurde wie der Dachüberstand durch lange, leicht gekehlte Knaggen ( = Dreiecke unter den Deckenbalken) gestützt. Das Dachtragwerk ist bis heute in seiner schlichten, renaissancezeitlichen Sparrendachkonstruktion mit 3 Kehlbalkenebenen erhalten geblieben. Bereits im Frühbarock wurde die Fassade modernisiert, indem im 1. Obergeschoss die Fassade vorgezogen wurde und im Deckenbalkenbereich mit in dieser Zeit modernen Gestaltungselementen - Muschelmotiv auf den Balkenköpfen, Stab auf der Schwelle und Schiffskehle und Viertelfüllholz zwischen den Deckenbalken - ausgestattet wurde.
Nachdem in den frühen 60iger Jahren ein großes Schaufenster über eine Stahlkonstruktion im Erdgeschoß möglich gemacht wurde, musste die insgesamt dilettantische Konstruktion in den frühen 1990iger Jahren standsicher saniert werden - die heute im Erdgeschoß sichtbare Fachwerkkonstruktion dient lediglich der statischen Ertüchtigung mit dem Erhalt der barocken Umbauphase und ist keine Rekonstruktion ursprünglicher Zustände.
Das Gebäude wird zur Zeit renoviert und künftig weiterhin als Wohn- und Geschäftshaus genutzt werden.
 
 
Ausstellende:
 
Petra Biertümpfel
Anja Berbuir 

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