Kohlen Hesse
Die Inschrift über dem Tor für die Fuhrwerke datiert das Gebäude in das Jahr 1742. Die große Tordurchfahrt des prächtigen barocken Fachwerkbaus, das mächtige Treppenhaus, die großen Lagerräume und die Fülle der hochwertigen Ausstattungsdetails lassen die Errichtung durch einen reichen Kaufmann vermuten. Diese These wird durch die beidem erhaltenen, massiven Tonnengewölbe im Kellergeschoss sowie den zusätzlichen, mit einer Balkendecke versehenen Keller gestützt.
Die letzten 100 Jahre befand sich das Gebäude im Besitz der Familie Hesse, die darin eine Kohlen- und Baustoffhandlung betrieb. Daher ist das Gebäude in Hannoversch Münden unter der Bezeichnung „Kohlenhesse“ bekannt. Alfred Hesse, 1896 geboren, erlangte darüber hinaus für die Stadt und überregional aufgrund seiner malerischen Begabung als Genremaler und seinen denkmalpflegerischen Ambitionen als erster Ortsheimatpfleger Mündens Bedeutung.
Ausstellende:
Daniel Castiglione
Christian Puchert
Martin Schaub
Charlotte Schütz
Programm (1. OG):
02.10., 19.30 Uhr:
Baudenk!Mal St. Blasius-Kirche: Ein Zeuge der fruehen Stadtgeschichte - neu durchdacht - Referent: Thomas Kuentzel
04.10., 19.30 Uhr:
Der Denkmal-Doktor Frank Pastille berichtet, wie alte Häuser zu ihm fanden und welche Erfahrungen er bei der Sanierung seiner denkmalgeschützten Häuser gemacht hat. Seine Sanierungsmethoden sind ebenso kreativ und ungewöhnlich wie seine Finanzierungsmodelle. Sein Bericht soll Vorurteile abbauen und Mut zur Eigeninitiative machen. Weitere Infos unter www.denkmal-doktor.de
05.10., 19.30 Uhr:
Weiterbauen! Sanierung als Daueraufgabe der Stadtentwicklung in Hann. Münden - Referent: Friedhelm Meyer

