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Petra Biertümpfel


Hinter dem Dorfe 19
37130 Diemarden
Telefon: 0178 - 726 7961
Email:

Geboren 1958 in Bremen
Freischaffende Künstlerin, Bewegungs- und Körpertherapeutin, Kommunikationstrainerin
Seit 1981 freie Theater- und Performancearbeit
Seit 1996 Fotografie und Malerei
Seit 2004 Klangperformances
Ausstellungen seit 2001
Mitglied beim Kreis 34 in Göttingen


Dahin gesponnen

Spinnen  -  Weben  - Spinnenweben  -  Spinnen

                       Ästhetisch
                  Süß und klebrig
            Schmutz und Schönheit
                Zartheit und Stärke
        Beständigkeit und Vergänglichkeit
                Werden und Wandel
                           Magie

Spinnweben sind Geschichte
Sie wachsen da, wo Ruhe ist, wo alles bleibt
Sie überziehen und konservieren – die Überreste des Lebens
Sie sind stabil und halten nichts zusammen
Sie zerreißen wie zufällig, unbeabsichtigt
Es ist etwas da und doch nicht zu begreifen
Kein Signal, keine Farbe  -  man muss genau hingucken

Orte, an denen sich Spinnweben bilden, sind aufgegebene, verwaiste, vergessene Orte. Sie sind für mich Orte der Inspiration, die mich zu einem Dialog auffordern.

Indem ich mich in diesen Orten bewege, die Spinnweben
einsammele und sie mit Pigmenten und Formen verbinde,
werde ich Teil eines sich beständig wandelnden Prozesses der
Veränderung und Transformation.

Die gefundenen Spinnennetze sind aufgegebene Zusammenhänge. Sie haben augenscheinlich keine Funktion mehr. Indem ich sie aus dem Hintergrund nach vorne hole, gebe ihnen eine neue Bedeutung.

Die Spinnwebe selbst gibt eine Struktur vor und bringt eine bestimmte Qualität ein.
Ich stelle sie in einen neuen Zusammenhang durch die Verbindung von Untergrund – Papier, Holz, Leinwand – und Farben, Pigmenten und Asche. Es entsteht etwas Neues – Ausgangspunkt für eine Wandlung.

Die unmittelbar sinnliche Erfahrung mit dem Umgang des Materials ist Leitfaden und Orientierung zugleich. Ich folge der Wahrnehmung, den Empfindungen, die mir die Materialien vermitteln und betone das, was sich aus sich heraus entwickelt –   absichtslos. Das instinkthafte Handeln der Spinne wird zu meinem eigenen instinkthaften Gestalten.
Es ist ein Prozess in der Zeit, bis etwas an seinen Platz fällt und das Bild sich in seiner endgültigen Form sichtbar macht.

Meine Bilder laden darin zu ganz eigenen Assoziationen ein: Mal lassen die Arbeiten Gegenständliches erahnen, mal entziehen sich derartige Interpretationen gänzlich der Betrachterin, dem Betrachter und lassen Raum für die eigene innere Bewegung und Begegnung.

Ausstellungsort: Burgstraße 28

 

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