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Christina Hinzmann

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Geboren am 30.04.1967 in Göttingen, ist seit 1992 als fest eingestellte Fotografin für das Göttinger Tageblatt tätig. Sie ist tief mit der Region verbunden und lernt durch ihre Arbeit sehr viele interessante Menschen mit ihren Geschichten kennen. Das zeigte sie unter anderem in ihren Ausstellungen „Gesichter des Eichsfelds“ (1994), „Gut behütet“ (2008) oder in "Kontraste"– Pop-Art Fotos auf Leinwand (2010).
Sie liebt schwarz-weiß-Porträts und legt großen Wert auf natürliche Bilder. Bei ihren digitalen Bildern nimmt sie lediglich eine hell-dunkel Korrektur vor.
 
Bei der Denkmal Kunst zeigt sie: Weibsbilder – Eine Porträtserie.
 
Geschlecht weiblich: So wird es in einer Geburtsurkunde eingetragen. Gemeint ist eine nicht männliche Person.
Die ursprüngliche Bezeichnung Weib stammt vom altdeutschen Wort "Wib" ab und wird in der gehobenen Sprache vermutlich zwischen 600 und um 1000 nach Chr. verwendet. Das altdeutsche Wort "frouwe", heute "Frau", ist später den adeligen Frauen vorbehalten. Trotzdem wünscht sich Papageno in Mozarts Zauberflöte, 1791 uraufgeführt, ein"Weibchen".
Die Brüder Grimm schreiben in ihrem Buch aus dem Jahr 1818, Deutsche Sagen 2. Teil, auf Seite 180 über "Die Weiber zu Weinsberg". König Conrad III. schlägt im Jahr 1140 den Herzog Welf und belagert die Stadt Weinsberg. Als es zur Übergabe der Stadt kommt, stellen die Weiber die Bedingung, dass jede auf ihren Schultern das mitnehmen darf, was sie tragen kann. Der König stimmt zu, und so tragen die Weiber ihre Männer aus der Stadt. Im 19. Jahrhundert übernehmen wir aus der französischen Sprache den Begriff "Dame", um wiederum eine Frau höheren Standes von den anderen Frauen abzuheben.
 
Auf verschiedene Arten begegnet uns auch heute das Wort Weib immer wieder.
 
Ein fesches Weibsbild, heißt es in Bayern oder "a guats Wib". Wir sprechen von der "holden Weiblichkeit",von einem "Vollweib", einem
"tollen Weibsbild" oder einem "Prachtweib", um die positiven Eigenschaften einer Frau zum Ausdruck zu bringen, und es gibt noch immer die traditionelle Weiberfastnacht. Hera Lind schreibt mit dem Roman "Das Superweib" einen Bestseller.
Seit dem 19. Jahrhundert wird das schöne alte Wort "Weib" oft auch abwertend gebraucht. Und so kommt es schließlich dazu, dass Maria im katholischen Gebet nicht mehr “gebenedeit unter den Weibern“ ist, sondern “gebenedeit unter den Frauen“.
 
Mit ihren vielen Facetten ist ein Weib immer etwas ganz Besonderes:
Ein Hoch auf die Weiblichkeit!
 
 
Ausstellungsort: Destille
 

 

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