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Peter Heller


Tel.: 0551/81911
Email:
 
- geboren 1958 in Würzburg
- ab 1981 Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Publizistik in Göttingen
- Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft im Kupferstichkabinett der
  Universitätskunstsammlung
- seit 1983 freier Mitarbeiter in der Kulturredaktion des „Göttinger Tageblatt“
- seit 1989 Pressefotograf als sog. „fester Freier“ in der Redaktion
- bis heute als freier Fotograf und Bildjournalist für regionale und überregionale
   Printmedien,  Agenturen, Firmen und Institutionen tätig
- lebt in Bovenden bei Göttingen
 
Bemerkungen zur Fotoserie "Tulipomanie"
 
Der Begriff "Tulipomanie" steht hier für eine zeitlich begrenzte, intensive fotografische Beschäftigung mit einer zur billigen Allerweltsblume herabgestiegenen Blume: der Tulpe, die sich mit der Narzisse den Ruf des Frühlingsboten teilt und oft nur eine Wochenexistenz als Dekorationselement auf deutschen Wohnzimmertischen führt.
Seit dem späten 16. Jhdt. war die exotische "Tulipan" in den Niederlanden ein begehrtes Objekt der "liefhebbers", der enthusiastischen und begüterten Blumenliebhaber. Mit der Zeit entdeckte auch der Markt die wertvollen Pflanzen als Ware. Die Aussicht auf satte Gewinne heizte in den 30-er Jahren des 17. Jhdt. einen immer spekulativeren Handel mit Tulpenzwiebeln an. Dieses Tulpenfieber, die "Tulipomanie", erfasste breite Bevölkerungsschichten. Im Februar 1637 platzte diese erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte mit gravierenden Folgen.
Und dennoch: Tulpen fanden Eingang in die Kunst- und Naturalienkammern, die Künstler entdeckten die Tulpe für die Stillebenmalerei. Ihrer kurzen Blüte- und Vegetationszeit und auch ihrer Kostbarkeit wegen steht die Tulpe in der Bildwelt des 17. Jahrhunderts auch als Vanitas- und Vergänglichkeitsymbol.
Wer in der Gegenwart einen Strauß Papageientulpen oder französischer Tulpen einmal beim Aufblühen und Vergehen begleitet, kann vielleicht etwas von der Faszination erahnen, die die Tulpe ehemals ausstrahlte.
 
Bemerkungen zur Fotoserie "Spiegelei"
 
Zu den notwendigen Grundfertigkeiten von Fotografen gehört es, banale wie bekannte Motive interessant oder "anders" aussehen zu lassen. Das Einbeziehen von Spiegelungen und Durchblicken in die Bildkomposition ist ein solches Stilmittel und oft geübte Praxis. Die Möglichkeit, in einer ohne Manipulation zustande gekommenen Fotografie verschiedene Perspektiven sich überlagern zu lassen, Irritationen zu schaffen und die Realität zu verrätseln, kann aber schon allein Anlass für die Suche nach bildbringenden Spiegelungen sein. Eine Augenübung, ganz ohne Auftrag.
 
Technische Angaben: Alle Aufnahmen sind digital entstanden. Die Ausgabe erfolgte mit archivsicheren Pigmenttinten auf einem professionellen  Tintenstrahldrucker.
 
 
Ausstellungsort: Destille
 

 

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